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Interferenzfilter |
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Diese Filtergläser haben ebenfalls eine Vielzahl von Bezeichnungen, die nach der Wirkungsweise benannt sind: Tageslicht durchlässige Filter, UV-Sperrfilter, UV- und IR-Sperrfilter oder Bandpass-Filter fallen alle in diese Kategorie. Ihre Funktionsweise beruht auf der Durchlässigkeit bestimmter Wellenlängenbereiche und dem Auslöschen anderer Frequenzen aufgrund von Interferenzen. ![]() Dazu werden mehrere metallische Reflexionsschichten und dünne, dielektrische farblose Schichten auf das Klarglas aufgedampft. An jeder Grenzfläche zwischen zwei Materialien unterschiedlicher Brechzahl wird die auftreffende elektromagnetische Strahlung durchgelassen und in einen reflektierenden Anteil aufgespalten. An den vielen Schichten entstehen sehr viele Teilstrahlen, die sich überlagern und auslöschen können.
Physikalische Grundlagen der Interferenzfilter
Das Auftreten von Interferenzerscheinungen ist typisch für die Welleneigenschaft elektromagnetischer Strahlung, also unseres Lichtes. Kohärente schwingende Wellenzüge gleicher Wellenlänge und gleichen Polarisationszustandes, die sich überlagern, addieren oder kompensieren sich gegenseitig je nach Phasenlage und Amplitude der elektrischen Feldstärke. ![]() Da dieser Effekt extrem Wellenlängen-abhängig ist, müssen viele Schichten mit unterschiedlichen Dicken kombiniert werden um einen größeren Wellenlängenbereich abzudecken.
UV-Sperrfilter (UV-Cut)sperren die Wellenlängen des Spektrums, die kleiner als rund 400nm sind. ![]()
Hohe UV-Anteile können teilweise im Tageslicht bei Außenanwendungen oder bei der Verwendung von Quecksilberdampflampen und Fluoreszenzlampen entstehen. Auch beim Einsatz von UV-Licht direkt in der Applikation will man dieses oftmals blocken und nur z.B. die damit angeregte Fluoreszenz eines Klebstoffes beobachten, die meistens im UV-Bereich Licht absorbieren, aber im sichtbaren Licht wieder abstrahlen. Durch das Blocken des UV-Anteils werden kontrastreichere Bilder erzeugt, da der chromatische Längsfehler (chromatische Aberration) und chromatische Querfehler vermieden wird. Ein möglicher Blaustich wird ebenfalls vermieden. Der UV-Sperrfilter wirkt äußerlich betrachtet fast komplett durchsichtig, zeigt also auch beim Einsatz mit einer Farbkamera keine farbverfälschende Wirkung.
Tageslicht durchlässige Filter (UV- und IR-Cut)
Dieser Filtertyp wird sehr oft mit Farbkameras verwendet. Dieser Filter lässt das Licht von 400-700nm des sichtbaren Lichts durch, sperrt aber die Wellenlängenbereiche des ultravioletten und infraroten Lichts. ![]() Dazu werden auf ein absolut klares Filterglas mehrere Interferenzschichten auf beiden Seiten aufgedampft. Wie der UV-Sperrfilter vermeidet er die chromatische Aberration, die zu verwaschenen, flauen Bildern führen kann. Neben dem UV wird auch der IR-Anteil des Lichtes geblockt, der ebenfalls farbverfälschte Bilder erzeugen würde, da CCD-Sensoren auch eine recht hohe Empfindlichkeit im IR aufweisen, das dann wie Rot interpretiert würde. Bei Farbkameras ist dieser Filter sehr oft schon im Kameragehäuse noch vor dem Sensor eingebaut. Derselbe Effekt der Überbetonung von blauen und insbesondere roten Bildinformationen ist bei entsprechendem Licht auch bei einer monochromen Kamera zu beobachten, so dass dort dieser Filter ebenfalls verwendet wird. Für Farb- wie Monochromkameras geeignet.
Scharfbandige Bandpass-Filter
Dieser Filtertyp wird sehr oft bei Laserapplikationen genutzt. Die Halbwertsbreite kann fast beliebige Breiten aufweisen (+/- 10, 25, 50 nm) und im Extremfall bei einer definierten Wellenlänge nur +/- 2 oder 5 nm betragen. Je schmaler der Bandpass-Bereich ist, desto geringer ist die Transmission des Filters. Diese Filter sind für Farb- wie für Monochromkameras geeignet. Für fast jede Wellenlänge gibt es passende Bandpassfilter mit unterschiedlichen Halbwertsbreiten. ![]() Typische technische Anwendungen:
Wichtig für die BildverarbeitungDie zentrale Wellenlänge von Interferenzfiltern verschiebt sich bei Erwärmung des Glases linear hin zu längeren Wellenlängen, mit zunehmendem Einfallswinkel des eintreffenden Lichtstrahls auf die Glasoberfläche verschiebt sich die zentrale Wellenlänge hin zu kürzeren Wellenlängen. Dies kann vor allem bei sehr scharfbandigen Bandpassfiltern in Kombination mit sehr weitwinkligen Objektiven zu negativen Effekten führen: So kann es am Bildrand zu Abschattungen kommen, weil durch extrem schräge Einfallswinkel die Filterwirkung so verschoben werden kann, dass der scharfbandige Bandpassfilter den Wellenlängenbereich des Lichts blockiert, den er eigentlich durchlassen soll.
Technische Angaben bei (Bandpass)-Filtern
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